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Gablonzer Knöpfe

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Gablonzer Knöpfe – Salzburger Knöpfe aus schwarzem Glas

 Gablonzer Knöpfe aus Glas stammen aus der Zeit des Jugendstils (ca. 1890–1910) und sind weltweit für ihre filigrane Handwerkskunst, schillernde Farben und detailreichen Formen bekannt.

Die Stadt Gablonz an der Neiße (heute Jablonec nad Nisou in Tschechien) war das weltweite Zentrum dieser kunstvollen Glas- und Schmuckproduktion. Gablonzer Knöpfe sind Trachtenknöpfe aus echtem Glas und kleine handgefertigte Kunstwerke, hauptsächlich in schwarz. Sie kommen insbesondere bei festlichen Dirndln sowie traditionellen Trachten in Regionen wie Villingen und dem Chiemgau zum Einsatz.

Eine Besonderheit ist: Gablonzer Glasknöpfe haben einen angegossenen Butzen bei dem der Knopf und seine rückseitige Öse aus einem einzigen Stück Glas gepresst wurden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine metallene Öse besitzen. Stattdessen wird die Öse zum Annähen direkt aus der flüssigen Glasmasse mit geformt.

Schwarze Glasknöpfe mit Silberrand sind ebenfalls ein absoluter Klassiker für festliche Salzburger Dirndl und Trachten. Der Salzburger Knopf ist aus tiefschwarzem Glas mit Facetten und kontrastiert edel mit einer feinen silbernen Metallfassung mit Zackenrand.

Dekoratives Ornament weiß im Trachten-Onlineshop Chiemgauer Heimatwerk

Herstellung von Glasknöpfen

Hierfür steht die Kunst des Glasdrückens. Diese alte  Handwerkstechnik ist eng mit der Geschichte von Gablonz (Böhmen) und dem heutigen Kaufbeuren-Neugablonz verwurzelt, wo sie bis heute in traditionellen Manufakturen gepflegt wird. Bei der Verarbeitung von zähflüssigem Rohglas kommen spezielle Werkzeuge zum Einsatz, darunter Zangen, Formen und Drückeisen. Diese werden genutzt, um filigrane Hohlkörper, dekorative Knöpfe oder exquisite Glasperlen zu gestalten.

  • Herstellung von formgepresstem Glas: Heißes Glas wird in handgravierten Metallformen gepresst, um eine präzise Ausführung der reliefartigen Details zu gewährleisten.
  • Alternativ wird bei der Herstellung wird erhitztes Glas (oft farbige Glasstöcke) mit einer speziellen Drückzange in Formen gepresst. Bei Knöpfen mit angegossenem Butzen formt die Zange die Öse auf der Rückseite direkt aus dem überschüssigen, heißen Glas mit heraus.
  • Als „Butzen“ wird die massive Glas-Öse auf der Rückseite bezeichnet. Durch das Gießen in einem Stück entstehen glatte Übergänge und keine scharfen Kanten, die den Faden beim Annähen aufscheuern und verschleißen.
  • Viele dieser Stücke werden danach noch von Hand geschliffen, bemalt oder mattiert. Bemalung und Veredelung erfolgt nach dem Abkühlen. Dann werden die Knöpfe einer sorgfältigen Handbemalung, Platinierung oder Emaille-Beschichtung unterzogen, die von qualifizierten Heimarbeitern ausgeführt wurde.
  • Irisierende Effekte entstehen durch Einsatz von Lusterfarben, Metalloxiden sowie Gold- oder Silberakzenten, die im Licht ein schimmerndes, regenbogenartiges Spektrum erzeugen.

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Hinweis zur Pflege für Trachtenknöpfe aus echtem Glas

Trachtenknöpfe aus echtem Glas weisen eine hohe Robustheit auf. Es wird jedoch dringend empfohlen, Bekleidungsstücke idealerweise auf links gedreht in einem Wäschenetz und im Schonwaschgang zu reinigen, um deren Langlebigkeit zu gewährleisten. Da sie vollständig aus Glas bestehen, sind sie absolut farb- und waschecht.

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