Silberborten - Borten silber

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Silberborten und Borten silber für Tracht und Klosterarbeiten

Silberborten und Borten silber bereichern traditionelle Trachten und festliche Dirndl mit einem edlen Glanz. Diese dekorativen Elemente finden Anwendung an Miedern, Ausschnitten, Schürzen oder Hauben und stellen ein klassisches, hochwertiges Zierelement dar, das insbesondere festliche Trachten, Mieder und historische Kopfbedeckungen wie die Riegelhaube veredelt. Sie verleihen den Gewändern ein schimmerndes, luxuriöses Erscheinungsbild und werden häufig in aufwendiger Handarbeit aufgenäht.

Traditionelle Trachten und Festtagsdirndl, häufig aus Samt oder schwerem Brokat gefertigt, weisen oft detailreiche Verzierungen aus silbernen Posamenten- oder Lurex-Borten entlang des Ausschnitts sowie der Wiener Nähte auf.

Silberborten - Borten silber Lurexborten im Chiemgauer Heimatwerk Trachten-Onlineshop

Dekoratives Ornament weiß im Trachten-Onlineshop Chiemgauer Heimatwerk

Silberborten als Meterware

Der herausragende Vorteil von Lurex im Vergleich zu echten metallischen Spitzenmaterialien, wie etwa leonischen Drähten, liegt in seiner bemerkenswerten Flexibilität, dem geringen Gewicht und den preislichen Vorteilen.

Lurex ist ein Polyesterfaden, der mit Aluminium bedampft ist und den Textilien eine Beschaffenheit verleiht, die weich, dehnbar, reißfest und hautfreundlich ist. Im Gegensatz dazu weisen metallische Spitzen eine erhöhte Starrheit, ein höheres Gewicht sowie eine rauere Oberfläche auf. Zudem neigt Metall dazu, im Laufe der Zeit oxidativ zu reagiern, was zu einer Verdunkelung oder sogar zu einer schwarzen Verfärbung führen kann, während Lurex seine ursprünglichen Eigenschaften über einen längeren Zeitraum bewahrt.

Dekoratives Ornament weiß im Trachten-Onlineshop Chiemgauer Heimatwerk

Wenn Sie beabsichtigen, eine bestehende Tracht zu verfeinern oder ein Dirndl eigenhändig zu schneidern, ist der Erwerb von Borten in Meterware empfehelnswert. Dabei ist es wichtig, die geeignete Art der Borten zu wählen:

  • Metallic- und Lurexborte: Modernere Varianten mit eingewebten Silberfäden eignen sich hervorragend zur Veredelung von Trachten, Dirndln und historischen Gewändern. Der metallische Lurexfaden verleiht den Bändern einen eleganten, festlichen Glanz, der den traditionellen Trachtenstil perfekt ergänzt. Der Glanz zeichnet sich durch dauerhafte Beständigkeit aus, er bleibt farblich stabil und dunkelt nicht nach. Zudem sind die Bänder von besonderer Stärke und Formstabilität.
  • Brokatborte: Gemusterte Textilbordüren mit eingewebten Silberfäden. Diese Borten sind aufwendig gewebt und zeichnen sich häufig durch florale Motive wie Rosen, Efeu, Ranken oder geometrische Ornamente aus. Sie eignen sich hervorragend für die Verzierung von Ausschnitten oder Rocksäumen.
  • Leonische Borten und Posamenten: Gedrehte oder geflochtene Borten mit Metalleffekt, welche an Kanten entlang plastische Akzente setzen.
  • Zackenlitze in Silber: Schmale, gezackte Bänder mit Silberanteil finden häufig Anwendung als dezente Zwischenborte oder als flexible Akzentuierung an Rundungen, wie beispielsweise am Ausschnitt.
  • Silberne Klöppelspitzen: Maschinelle Klöppelspitze aus Silber bietet eine ausgezeichnete und preisgünstigere Alternative zu handgearbeiteten Metallspitzen, insbesondere für historische Trachten, Radhauben, Miederverzierungen und festliche Dirndl. Während traditionell handgeklöppelte Silberspitze oft mit erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwänden verbunden ist, gewährleistet maschinell gefertigte Lurex- oder Kunstseidenspitze ein vergleichbares traditionelles Erscheinungsbild und zeichnet sich gleichzeitig durch hohe Strapazierfähigkeit aus.

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Verwendung in der Klosterarbeit

Silberborten und Borten in silber sind ein unverzichtbares Zierelement bei der Herstellung von Klosterarbeiten, einem traditionsreichen sakralen Kunsthandwerk. Während in der klassischen Barockzeit meist echte Silber- und Golddrähte (Lahn) verwendet wurden, kommen heute filigrane Brokatborten, Posamentenborten oder Lurexborten zum Einsatz. Sie dienen als prunkvolle Einfassungen und Rahmen für Andachtsbilder, Reliquien und Fatschenkindl und werden typischerweise mit Bouillondraht, Silberlahn und Wachsornamenten kombiniert.

  • Einrahmung: Silberborten und Lurexborten in Silber finden typischerweise Anwendung am inneren Rand des Objektrahmens oder um das zentrale Motiv, wie beispielsweise ein Wachsmedaillon, um eine mehrstufige Tiefe zu schaffen.
  • Ausarbeitung: Gerne erfolgt eine weitere Veredlung mittels Bouillondraht, Perlen und Swarovski-Steinen, um den charakteristischen barocken Glanz zu erreichen.
  • Untergrund für Drahtarbeiten: Auf die Borten werden filigrane Blüten und Ornamente aus Bouillon- oder Cordonettdraht aufgenäht.
  • Verzierung von Figuren: Sie schmücken die Gewänder von Wachsfiguren (wie dem Prager Jesulein oder Madonnen) sowie sakrale Miniaturen.
  • Dekoration von Objekten: Beliebt ist das Aufkleben der Borten auf verzierten Eiern oder Weihnachtsschmuck.
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